Von Japan, seiner Kultur, Sprache und Geschichte geht seit jeher ein ganz besonderer Reiz aus. Dies lässt sich unter anderem mit der Lage der Insel erklären, die noch bis ins 18. Jahrhundert keine fremden Besucher auf ihr Territorium liess und über eine geheime Herrschaft durch den Tenno verfügte. Besonders bekannt ist das rund 100 Millionen Einwohner zählende Land heute vor allem für seine Kampfkunst. So kommen viele junge Menschen in der westlichen Welt und anderswo rund um den Globus schon früh mit den verschiedenen Kampfsportarten, die es in Japan gibt, in Berührung. In diesem kurzen Artikel geben wir dabei einen Einblick in die Künste aus Japan.

Quasi alle japanischen Kampfkunst haben ihre Wurzel auf die ein oder andere Weise in der Kultur der Samurai. Diese waren eine Gruppe von elitären Kriegern, die als Militäradel mit den europäischen Rittern vergleichbar sind. Zur Ausbildung eines Samurai zählten dabei neben einer grundlegenden sittlichen Schulung auch das Erlernen von Fähigkeiten wie dem Schwertkampf und dem Bogenschiessen. Teil der Ausbildung waren auch zahlreiche Techniken zur Verteidigung ohne Waffen. Aus all diesen Techniken leiten sich die modernen Kampfkünste Japans ab.

Die bekanntesten sind dabei Aikido, Judo, Kendo und Jiu Jitsu. Das Do in vielen Namen von Kampfkünsten steht dabei stets für das japanische Wort Weg. Im Namen steckt also oftmals ein Hinweis auf die Ausbildung sowie auf die Bedeutung der Kampfkunst im Leben eines Menschen. Die Schüler sollen den Weg erlernen, sich selbst zu verteidigen. Dazu lernen sie beim Judo den sanften Weg, ihre Gegner mit verschiedenen Techniken zu werfen und am Boden zu fixieren. Das Kendo hingegen ist der traditionelle japanische Schwertkampf. Aikido hingegen nutzt die Energie des gegnerischen Angriffs und kehrt diese gegen den Angreifer selbst um. Somit bieten japanische Kampfkünste eine große Vielzahl von Möglichkeiten, sich gegen einen Angreifer effektiv zur Wehr zu setzen.