Die japanische Kampfkunst-Tradition resultiert aus der in der Vergangenheit geführten Kriege. Daraus entstand eine in Japan hoch angesehene Gruppe, die berühmten Samurai. Ursprünglich befanden sie sich im Dienste des Kaisers und von Adligen. Mit dem Aufstieg des Shōgun und der damit in Erscheinung tretenden Militär-Aristokratie stiegen die Samurai zur regierenden Schicht auf. Schon von Kindesbeinen an wurden sie im Bogenschießen, Schwertkampf sowie im Nahkampf ohne Waffen ausgebildet. Entscheidend bei japanischen Kampfkünsten ist die innere Haltung, die verbietet, als Aggressor aufzutreten. Techniken sollten daher nur als Mittel der Notwehr oder im Wettkampf eingesetzt werden. Japanische Kampfarten propagieren Moral und Ehrlichkeit. Zudem sollen sie eine Stärkung des Geistes darstellen.

Japanische Kampfkunst — von „der leeren Hand“ bis zum „Weg zur Harmonie der Kräfte“

Japanische Kampfkünste sind in der westlichen Welt sehr beliebt. Elementar ist beim Training, respektvoll und rücksichtsvoll miteinander umzugehen. Im Dojo gelten daher klare Verhaltensregeln. Besonders gefragt ist die Kampfsportart „Karate“, übersetzt „leere Hand“. Hier dient der eigene Körper als einzige „Waffe“, die trainiert werden muss. Bei Karate geht es um Beweglichkeit und Schnellkraft. Um ihre Hände abzuhärten, schlugen Kämpfer einst Bretter oder Ziegel entzwei. Ebenso entscheiden bei Karate Stoß-, Tritt-, Schlag sowie Fußtechniken über Sieg oder Niederlage. Gelehrt wird Karate heute meist zur Selbstverteidigung und als sportlicher Wettkampf. Wer es bis zum Meister bringen will, muss neun verschiedenfarbige Gürtel (Kyu-Grade) absolvieren. Die höchste Auszeichnung ist die „Dan-Prüfung“, der sogenannte „schwarze Gürtel“.

Japanische Kampfkunst — Karate Do der eigene Lebensweg

Mit „Do“ wird der Weg benannt. Man findet die Bezeichnung in vielen Namen wieder, wie etwa Dojo — Übungshalle, Budo — Der Weg des Krieges, Aikido oder Judo — Kampfsportarten. Neben der Technik werden bei Karate Do auch Aspekte wie Respekt, Höflichkeit und Verbesserung des eigenen Charakters gelehrt. Und dient sozusagen der Schulung des Geistes. Hierbei wird das Selbstvertrauen gestärkt und erlernt mit Aggressionen umzugehen. Karate Do fördert zudem Ausdauer, Konzentration, Reaktion, Beweglichkeit und Schnelligkeit. Jedermann kann diese Kampfkunst bis ins hohe Alter trainieren.