Ursprung

Die Kampfsportart Karate Do stammt aus Okinawa, einer kleine Insel welche zentral zwischen Japan, China und Taiwan im Ostchinesischen Meer liegt, und dessen Ursprünge bis zu 500 Jahre nach Christus zurückreichen. Der Begriff “Karate” lässt sich in zwei Silben trennen: Kara steht dabei für “leer” oder “unbewaffnet” und te bedeutet “Hand” oder “Technik”.

Die Übersetzung für den gesamten Begriff “Karate Do” lautet “Der Weg zur leeren Hand”. Das lässt sich auf die Bedeutung des Sportes zurückführen, denn Karate Do gilt als Weg der Selbstverteidigung, Selbsterfahrung sowie Selbstfindung. Allerdings existiert noch eine weitere Bedeutung für den Begriff. Er ist der Zustand der geistigen Harmonie mit dem Universum, welches das Stadium der “Leere” oder des “Nirvana” wieder spiegelt.

Als den Sport, wie wir ihn heute kennen, ist Karate noch sehr jung. Er wurde nämlich erst Anfang des letzten Jahrhunderts mit klassischen eigenen Regeln eingeführt. Darunter zählen z. B. Fußtechniken, welche nicht in Kata enthalten sind.

Bedeutung

Sogar in dem heutigen Zeitalter findet sich im Karate das Fernöstliche wieder, denn Kara ist ein ethischer Anspruch. Übertragen bedeutet dies, dass die Hände des Karatekas “leer” sind. Er braucht somit keine Waffen um zu kämpfen oder sich zu verteidigen.

Die Bedeutung lässt sich aber auch auf den Geist projizieren: Leer soll auch der Geist sein. Frei von negativen Gefühlen und Gedanken, um ihn rein zu waschen. Nur so kann jede Person sich voll und ganz auf sich selbst konzentrieren, sich voll und ganz hingeben und ist offen für Neues und kann gänzliches empfangen.

Somit strebt der Karateka nach innerlicher Bescheidenheit bis hin zur äußeren Sanftmut. Gesetzte Entschlüsse sollen mit Mut durchgesetzt werden und weder Erfolg noch Niederlage sind das Ziel, sondern der Weg dorthin mit der Entfaltung der persönlichen Reife. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und äußerer Konzentration stehen dabei im Vordergrund.